Wie funktioniert openSAFETY?

openSAFETY zeichnet sich im Wesentlichen durch die Definitionen des Datentransports, durch übergeordnete Dienste für die Konfiguration, aber vor allem durch die Einkapselung der sicherheitsrelevanten Daten in ein extrem flexibles Telegrammformat. So nutzt das Protokoll für alle Anwendungen, ganz gleich, ob es Nutzdaten trägt oder ob es der Konfiguration oder zeitlichen Synchronisation dient, ein Frame mit einheitlichem Format. Die Länge des Frames ändert sich ebenso variabel wie ökonomisch mit der Menge der Daten, die es zu transportieren hat. Die Safety-Knoten im Netzwerk erkennen automatisch den Inhalt, wodurch sich die Konfiguration von Frametyp und -länge erübrigt.

 

Automatische sichere Parameterverteilung

Ein besonderes Highlight von openSAFETY ist die automatische sichere Verteilung von Parametern: Das Protokoll sieht die Speicherung sämtlicher Einstellungen der Sicherheitsanwendungen, wie beispielsweise von Lichtgittern,  im Safetycontroller vor. Wird ein Gerät ausgetauscht, lädt der Controller die hinterlegte Konfiguration automatisch und sicher auf die ausgewechselte Applikation – eine erneute manuelle Konfiguration eines ausgewechselten Safety-Geräts erübrigt sich.

 

Kein Fehler bleibt unentdeckt

openSAFETY überprüft die übermittelten Dateninhalte mittels Checksummenverfahren unablässig auf ihre Vollständigkeit und überwacht die Übertragungsdauer der Daten. Dabei führen die extrem kurzen Zykluszeiten zu einer fast verzögerungsfreien Erkennung von Ausfällen. Weil auf diese Weise alle Unregelmäßigkeiten im Datenverkehr registriert werden, stellen auch unsichere Netzwerke keine Einschränkung der Sicherheitsfunktionalität dar. Der folgende Abschnitt zeigt, welche Übertragungsfehler auftreten können, und erläutert die Mechanismen, mit denen openSAFETY diese Fehler registriert oder vermeidet.

 

Die Tabelle zeigt alle bekannten Übertragungsfehler und die entsprechenden Fehlererkennungsmechanismen von openSAFETY